Basteline hat geschrieben:Die Wolle sieht klasse aus, als wäre es so easy, die zu spinnen.
Aber ich denke, da gehört doch einiges an Übung zu.
Mich schreckt noch, dass ich bisher auf den Märkten immer nur kratzige, selbstgesponnene Wolle gefühlt hatte.

Hallo Basteline,
es kommt auf das Material an, welches versponnen wurde und wie gesponnen wird.
In Deutschland produzierte Schafwolle hat leider eine Mikronzahl von selten unter 30, d.h. das einzelne Haar ist ist dick und hart, das möchte kaum jemand direkt auf der Haut oder am Hals tragen. Wolle galt in D als Abfallprodukt, es wurde auf Qualität kein Wert gelegt. Je kleiner die Mikronzahl, umso weicher die Wolle.
Ich denke, es ist auch ein wenig eine Sache der Gewöhnung. Ich toleriere bei handgesponnener Wolle sehr viel mehr Kratzigkeit als bei gekaufter. Es "kratzt" anders

, keine Ahnung,wie ich es erklären soll. Je nachdem, wo man die Wolle kauft, ist sie weniger chemisch behandelt, behält somit viele ihrer ursprünglichen Eigenschaften, wie feuchtigkeits- und wärmeausgleichend, die Fähigkeit zur Selbstreinigung und fühlt sich einfach besser an....
Ich verspinne mittlerweile hauptsächlich Alpaka, wenn die Qualität stimmt, überhaupt nicht kratzig. Da bezahle ich fürs Kilo dann gerne 10€ mehr.
Für Jacken, Socken und sonstige, nicht direkt auf der Haut getragene Sachen, deutsche Merinowolle. Ein Lebenshilfewerk hier in der Nähe verarbeitet auch Wolle, da kaufe ich gelegentlich etwas Jakobsschaf oder Coburger Fuchs, auch für Jacken und Socken.
Bei der
weichen Merino-Wolle sind wir ganz schnell wieder bei diesem Thema :
http://www.peta.de/web/seite.572.html , in dem Beitrag über ökologischje Wolle
http://forum.junghanswolle.de/viewtopic.php?f=9&t=35567 kurz behandelt... Auf den Falklandinseln werden hauptsächlich Merino-Schafe gezüchtet, Falklandwolle = Merinowolle, muss also weich sein
