Hilfe...blutige Anfängerin

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Susemil
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Hilfe...blutige Anfängerin

Beitrag von Susemil » 10.06.2011 16:14

Hallo,

nun hat sich also auch eine Strickmaschine zu mir verirrt. Ein uralt Modell:
Privileg 200 Schnellstricker

Ich kämpfe seit gestern mit dem Maschenanschlag - oder besser gesagt, mit der ersten gestrickten Reihe.

Mein Problem ist, daß ich den automatischen geschlossenen Anschlag gar nicht hinbekomme. Folglich habe ich es mit dem Wickelanschlag bzw. aufhäkeln versucht. DAS ist nun nicht so schwer :wink:

Was aber irgendwie nicht funktioniert, ist nun die erste Reihe darüber zu stricken. Entweder passiert gar nichts oder es streift mir die Anschlagsmaschen ab.

Laut Anleitung soll ich die beiden Seitenhebel in die vordere Stellung bringen - das habe ich getan. Laut Anleitung soll ich beim Wickelnanschlag die Nadeln in E-Stellung bringen und dann die erste Reihe darüber stricken - geht leider auch nicht. Ich bin am Verzweifeln.

Gestern habe ich schon etwas mit dem automatischen Anschlag experimentiert. Da greifen die Nadeln den Faden nicht. Warum, weiß ich nicht, denn aus heiterem Himmel hat es dann doch einmal funktioniert und ich konnte ganz leicht und schnell ein erstes Probestück stricken. Die Maschine funktioniert also.

Gibt es einen Trick für den automatischen Anschlag? Irgendwie muß ja es gehen..... bin ziemlich frustriert gerade :cry:

Susemil
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Re: Hilfe...blutige Anfängerin

Beitrag von Susemil » 10.06.2011 22:05

OMG :oops:

erstmal danke für deine schnelle Antwort. Und nun muß ich sagen, es ist mir schon recht peinlich....mein Freund hat verstanden, wie es geht. Ich hab echt einen total dummen Fehler gemacht bzw. es einfach nicht gepeilt :oops:

Da steht eindeutig "...der Schlitten muß RICHTIG einrasten....." hmmmm, okay.....Mann kam, sah und sagte "RICHTIG! einrasten!".

Seit der Schlitten richtig sitzt, kann ich stricken :D

novinia
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Re: Hilfe...blutige Anfängerin

Beitrag von novinia » 20.06.2011 17:45

Hallo,
zufällig habe ich Deinen Beitrag gelesen und musste schmunzeln.
Da ich eine blutige Anfängerin bin und ca. 1 Woche das selbe Problem hatte, dass ich keinen "Zickzack" beim Anschlag hinbekommen habe, sondern nur eine Welle auf dem HNB und beim zurückfahren auch diese Maschen wieder abgefallen sind.

Ich war am verzweifeln. Allen möglichen Leuten habe ich damit in den Ohren gelegen bis ich meinen Mann an die Maschine herangezogen habe um das Problem zu demonstrieren und da sah ich das nicht richtig eingehängte VNB...
peinlich, kann aber passieren :-)

LG Iwona

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Re: Hilfe...blutige Anfängerin

Beitrag von Susemil » 23.06.2011 20:27

hehehe :lol: Na da bin ich ja froh, daß es nicht nur mir so geht.

Klappt es bei dir jetzt? Ich bin ganz glücklich. Mit dem aufgehäkelten Anschlag sieht es echt gut aus, ich verliere keine Randmaschen mehr und wenn ich unterwegs mal eine Fallmasche habe, stellt das auch kein Problem mehr da :D

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Re: Hilfe...blutige Anfängerin

Beitrag von novinia » 24.06.2011 10:01

bei ebay habe ich Garn für einen Pulli ersteigert und habe bei dem netten Verkäufer einiger Probekonen dazu genommen. Dieses Garn ist super super dünn was ich natürlich toll fand, weil ich eigentlich nicht mit Sockenwolle arbeiten wollte.

Ich dachte, für den Anfang wäre ein einfacher Sommerschall 1re 1li in Ordnung. Dann habe ich zum Probieren das dünne Garn doppelt genommen und muss sagen: Das Ergebnis ist scheußlich!
Die Randmaschen sind wellig und mittendrin eine Laufmasche. Ich habe wirklich sehr langsam gestrickt und immer wieder die Fadenspannung im Auge behalten. Gut, es war zwar eh eine Probe, aber frustrierend ist es allemal.
Ich werde heute Abend ein Foto davon machen.

Meine Probe aus Socken- oder auch anderer "normaler" Wolle war gut. rechts-links Muster, Perlmuster oder Patent sahen gut aus, aber halt dick und nicht so wie ich es haben möchte.

Ich wundere mich, dass ich dabei trotzdem so ruhig bleibe :)
LG Iwona

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Re: Hilfe...blutige Anfängerin

Beitrag von Wollpalast » 24.06.2011 14:15

Hallo Iwona,

wie dünn ist denn das Garn, steht was in der Kone bzw. in der Auktion ?
Welches Material hast Du gekauft ?

Vielleicht ist Deine Maschenweite auch zu gross eingestellt gewesen.
Schau mal hier http://www.wollpalast.de.tl/Tips.htm, hier kannst Du sehen welche Lauflänge Deine Wolle hat. Vielleicht solltest Du bei arg dünnen Garn noch ein/zwei Fäden dazu nehmen.

Abgesehen mal davon - Dein Strickstück solltest Du waschen und spannen, dann erübrigt sich meist das ärgern über wellige Randmaschen. Bei dünnem Garn sieht es eh meist frisch gestrickt bescheiden aus.
Liebe Grüsse Marion

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Re: Hilfe...blutige Anfängerin

Beitrag von novinia » 24.06.2011 15:01

Hallo Marion,
also, ich habe dieses Garn ersteigert und es dreifach wickeln lassen.
http://cgi.ebay.de/1kg-Strickmaschineng ... 3356c4904f
So wie die einfache Wicklung ist, habe ich etliche Probe-Konen und stricke zwei zusammen.

Dieses Garn möchte ich irgendwann für einen leichten Pulli verwenden:
http://cgi.ebay.de/mind-600g-Overfil-Me ... 3357660602

Bei den Probekonen verwende ich einen 3-er Abstand zwischen den Betten, Maschenweite ist auch auf 3.
Das Gestrick sieht schön fluffig aus aber der Rand... Ich werde ein neues Stück stricken und dann das Waschergebnis abwarten.

Wenn ich ein längeres Stück aus zwei zusammengeführten Konen habe und es aufribbeln muss, klappt es nicht, weil ich die beiden Fädchen nicht separat abwickeln kann und außerdem vertüddeln sich die Fäden sehr schnell. Heißt es, dass diese Stücke einfach für die Tonne sind?

Oh je, es ist komplizierter als ich gedacht habe.
Herzliche Grüße
Iwona

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Re: Hilfe...blutige Anfängerin

Beitrag von Susemil » 26.06.2011 22:50

Oha, das hört sich kompliziert und frustrierend an. Ich habe ja "nur" eine ganz einfache Einbett-Maschine, die eigentlich nur gerade rechts stricken kann (außer, man verkünstelt sich und verknotet seine Finger....oder so :lol: )

Für meine Zwecke reicht sie völlig aus und ich arbeite bisher ausschließlich mit Sockenwolle (dafür wollte ich die Maschine haben, für Nadelstärke 2,5-3). Bei der Garnstärke wellt bei mir auch nichts.

Ich wünsch dir weiterhin starke Nerven und viel Freude an deiner Maschine.

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Re: Hilfe...blutige Anfängerin

Beitrag von Kerstin » 27.06.2011 08:40

Wenn ich ein längeres Stück aus zwei zusammengeführten Konen habe und es aufribbeln muss, klappt es nicht, weil ich die beiden Fädchen nicht separat abwickeln kann und außerdem vertüddeln sich die Fäden sehr schnell. Heißt es, dass diese Stücke einfach für die Tonne sind?
Hallo Novinia,

wickle das Garn zusammen zurück auf eine Kone. Trennen kannst Du es ohnehin nicht mehr.
Ich hoffe, Du hast einen Wollwickler. Falls nicht, wäre es eine gute Idee, Dir einen zu beschaffen, denn den brauchst Du ohnehin immer wieder.

Welchen Nadelabstand hat denn Deine Maschine?
Für jede Maschine gibt es einen optimalen Bereich; vielleicht magst Du mal :arrow: hier nachlesen. Wenn Du richtig feines Gestrick erzeugen willst, dann ist Deine Maschine möglicherweise dafür zu grob, auch wenn es ein Feinstricker ist. Das von Dir verlinkte "Overfil"-Garn würde ich mindestens doppelt genommen auf meiner Standard-Strickmaschine mit 4,5 mm Nadelabstand verarbeiten, sonst ist es viel zu dünn, lässt sich nicht gut verarbeiten, und für größere Größen hätte man auch nicht genügend Nadeln. Dreifach ginge vielleicht sogar noch besser, dann hätte man knapp Sockengarnstärke.

Solche dünnen Garne werden gern als "Strickmaschinengarne" angeboten. Tatsächlich sind sie für Industriemaschinen mit viel feinerer Nadelteilung gedacht und für die handelsüblichen Haushaltsmaschinen viel zu dünn. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele hoffnungsfrohe Maschinenstrickerinnen an solchem Zeug schon verzweifelt sind.

Übrigens, wenn Du wirklich ganz dünne Sommerpullis haben willst, dann kauf Dir dünnen Wirkstoff und näh Dir etwas draus.

Zahlreiche Grüße
Kerstin

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Re: Hilfe...blutige Anfängerin

Beitrag von novinia » 27.06.2011 10:09

Hallo Kerstin,
vielen Dank für Deine Tipps!
Da bei meiner Strima ein Wollwickler dabei war, werde ich das Gestrickte auf eine leere Kone spulen. Zum Glück habe ich immer welche von meinen Stickgarnen :-)

Bei der Veritas kann ich den Bettenabstand zwischen 2 und ... einstellen, so dass sich bei den zwei dünnen Fäden eigentlich ein schönes Strickbild ergeben hat. Wenn ich Socken- oder etwas dickeren Garn nehme, kann ich den Abstand locker auf 4 stellen, damit die Maschen nicht zu brettig werden. Ich werde am Anfang zu Sockenwolle greifen, damit ich die Fertigkeiten erlange. Später kann ich immer noch das dünne Garn verwenden, habe dafür jetzt mehr Erfolgsergebnisse :-) Schließlich wird das Garn nicht schlecht.

Ich werde jetzt Maschenproben anfertigen, damit ich es mit den Angaben aus Strickforum vergleichen kann.
Du hast Recht, es gibt so schöne Wirkstoffe, wo sich der Ärger am Strima wirklich nicht lohnt. Wir haben hier Alfatex und ich muss sagen, dass man meistens mit einer größerer Tasche herauskommt, als es am Anfang geplant war :P

Herzliche Grüße
Iwona

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Re: Hilfe...blutige Anfängerin

Beitrag von Kerstin » 27.06.2011 10:53

novinia hat geschrieben:Bei der Veritas kann ich den Bettenabstand zwischen 2 und ... einstellen, so dass sich bei den zwei dünnen Fäden eigentlich ein schönes Strickbild ergeben hat. Wenn ich Socken- oder etwas dickeren Garn nehme, kann ich den Abstand locker auf 4 stellen, damit die Maschen nicht zu brettig werden.
Hallo Iwona,

ich wollte eigentlich gern den Nadelabstand wissen, nicht den Bettenabstand. :-)
Die Nadeln liegen im allgemeinen immer im selben Abstand nebeneinander im Nadelbett, und damit klassifiziert man eine Strickmaschine eher als mit dem Bettenabstand.

Zahlreiche Grüße
Kerstin

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Re: Hilfe...blutige Anfängerin

Beitrag von novinia » 27.06.2011 12:39

Hallo Kerstin,
oje, wie paddelig von mir :oops:

Werde ich nachschauen wenn ich später zu hause bin. Bei der Maschine kann ich durch eine geänderte Versatzstellung der beiden Betten nach links den Nadelabstand verringern. In der Anleitung wird es beschrieben, dass es speziell bei dünnem Garn einzustellen ist.
Herzliche Grüße
Iwona

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Re: Hilfe...blutige Anfängerin

Beitrag von novinia » 27.06.2011 16:17

Hallo Kerstin,
ich habe vorhin nachgemessen, dass der Nadelabstand so bei 5 mm liegt.
Wenn ich den Versatz verwende dann bin ich bei ca. 3 mm.
Mein grünes Muster habe ich aber mit dem "normalen" Abstand von 5 mm gestrickt.
bei dem Versatz wären die Maschen wahrscheinlich dichter, aber das werde ich noch ausprobieren.
Herzliche Grüße
Iwona

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Re: Hilfe...blutige Anfängerin

Beitrag von Wollpalast » 27.06.2011 19:06

Hallo Iwona,

wenn ich richtig gelesen habe hat Deine Maschine 200 Nadeln - somit ist es ein Feinstricker mit 4,5mm Nadelabstand, welchen Du nicht mittels eines Hebels verringern kannst, denn die Nadelfüsse laufen im Stahlnadelbett durch einen dafür vorgesehen Schlitz und darin kann man nix schieben.
Wahrscheinlich redest Du vom Doppelbett :?: :roll: oder :?:
Wenn ja - auch dann kannst Du den Abstand von Nadel zu Nadel im selben Bett nicht verringern
Versatz = versetzen der Nadeln gegeneinander, hat aber nichts mit dem Abstand zu tun.

Vielleicht sollte das Doppelbett justiert werden :wink:
Liebe Grüsse Marion

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Re: Hilfe...blutige Anfängerin

Beitrag von novinia » 27.06.2011 19:38

Hallo Wollpalast,
es ist richtig, die Strima ist ein Doppelbett. Mit einem Versatzhebel kann man die beiden Nadelbetten um 6 Nadelteilungen zueinander verschieben. Dabei bewirkt eine Rastung des Versatzhebels jeweils eine Verschiebung der Nadelbetten um 1/2 Nadelteilung. Es gibt da die Versatzstellung L1 (VNB wird um 1/2 Nadelteilung nach links verschoben) die für die Verarbeitung feinerer Garne empfohlen wird. Es gibt auch entsprechende Muster wo das Gestrickte mit Hilfe des Versatzes ein wenig wellenartig aussieht. Lt. Bed.-Anleitung kann man mit feinem, mittelstarkem und starkem Garn arbeiten.
Da ich jetzt Feierabend mache und nach Hause fahre, werde ich mich noch ein wenig mit dem Apparat auseinander setzen.
Herzliche Grüße
Iwona

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Re: Hilfe...blutige Anfängerin

Beitrag von Kerstin » 27.06.2011 20:26

Hallo Iwona,

na, jetzt ist es ja endlich heraus.
Also, Deine Maschine ist ein Standard-Stricker mit 4,5 mm Nadelabstand. Darauf läuft, wenn Du am Einbett strickst, am besten Garn in der Stärke von 4fach-Sockenwolle. Das hast Du offenbar schon herausgefunden.

Wenn Du am Doppelbett strickst, darf das Garn gern dünner sein. Das, was Du Dir nun für Deinen Sommerpulli ausgesucht hast, wird aber auf Deiner Maschine wahrscheinlich kein zufriedenstellendes Gestrick ergeben, weil es zu dünn ist.

Einen Versatzhebel für Versatzmuster haben die meisten Doppelbett-Maschinen. Damit kannst Du Muster erzielen, die verkreuzten Maschen ähnlich sehen. Du kannst damit aber nicht den Nadelabstand verändern, auch wenn Du den Hebel hin und her bewegst.
Der Nadelabstand ist unveränderlich. Man zählt dabei nicht den Abstand der Nadeln von einem Bett zum anderen, sondern den Abstand der Nadeln innerhalb desselben Bettes. Präziser als per "Einzelmessung" kann man ihn ermitteln, indem man z.B. über 10 oder 20 Nadeln misst und die Gesamtstrecke dann durch die Anzahl der Nadeln teilt, über die man gemessen hat. Man misst bei einer Maschenprobe ja auch eher selten die einzelne Masche, sondern im allgemeinen einen ganzen Schwung davon. ;-)

Um mit Deinem dünnen Garn überhaupt passabel stricken zu können, wirst Du dann wohl ein Muster verwenden, das voluminöseres Gestrick ergibt. Damit bist Du dann wieder annähernd in dem Bereich, den Du ungemustert mit der schon erwähnten Sockenwollstärke erzielen könntest. Wesentlich andere Ergebnisse, was die Feinheit betrifft, wirst Du mit dieser Maschine nicht zustande bringen.

Strickmaschinen haben die merkwürdige Eigenart, immer nur innerhalb eines begrenzten Bereichs optimal zu laufen und brauchbares Gestrick zu ergeben, wie sehr man sich auch bemüht, sie auszutricksen. Ein Standard-Feinstricker hat beim Garn gewisse Grenzen nach oben und nach unten; ich fürchte, das musst Du akzeptieren. Wenn Du ganz dünnes Gestrick haben willst, dann brauchst Du einen Extra-Feinstricker mit maximal 3,6 mm Nadelabstand (der aber auch wieder seine Grenzen hat). Oder Du kaufst Dir eine noch feiner geteilte Industrie-Strickmaschine. Oder Du nähst dir doch Deine Sommer-Shirts aus Jersey. :-)

Zahlreiche Grüße
Kerstin

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Re: Hilfe...blutige Anfängerin

Beitrag von Wollpalast » 27.06.2011 20:32

Hallo Iwona,

ich weiss schon für was der Versatz da ist aber das hat jetzt nichts mit Deinem lockeren Gestrick zu tun.
Kann es sein das Du die Maschenweite an den beiden Schlitten unterschiedlich eingestellt hast und/oder zu wenig Gewichte dran hängen hast ?

@Kerstin,
ihr Garn hat eine Lauflänge von 250 Metern, das ist knapp an Sockenwolle. Da stimmt etwas anderes mit Sicherheit nicht.
Liebe Grüsse Marion

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Re: Hilfe...blutige Anfängerin

Beitrag von Kerstin » 27.06.2011 21:01

Wollpalast hat geschrieben:@Kerstin,
ihr Garn hat eine Lauflänge von 250 Metern, das ist knapp an Sockenwolle. Da stimmt etwas anderes mit Sicherheit nicht.
Hallo Marion,

im zweiten Link, zu dem Garn, das Iwona für einen Sommerpulli geplant hat, steht eine Lauflänge von 750 m auf 50 g. Wenn ich es richtig verstanden habe, möchte sie das einfache Garn, also ungefacht, zu einem Sommerpulli verstricken. Aus meiner Sicht ist es dazu viel zu dünn. Darauf bezog ich mich.

Zahlreiche Grüße
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Re: Hilfe...blutige Anfängerin

Beitrag von novinia » 28.06.2011 10:28

Guten Morgen Kerstin,
da ich zuhause keinen Internetanschluss habe sondern nur in der Firma ins Netz gehen kann, konnte ich mich gestern nicht mehr melden. Sonst würde ich nur noch vor dem Rechner sitzen :-) In der Firma kann ich mir die Zeit besser einteilen.

Du hast mir mit Deiner Erklärung schon sehr geholfen, ich danke Dir dafür ganz herzlich.

So weiß ich jetzt, dass ich mein dünnes Garn das ich zum probieren gekauft habe (z. B. das grünmelierte das ich schon zweifach genommen habe) dreifach laufen lassen werde, dann werde ich dickeres Garn erzielen können. Hier muss ich halt entweder sehr aufpassen, dass alle Fädchen verstrickt werden oder in Kauf nehmen, dass die Probe ab und an Ziehfädchen hat.

Du hattest übrigens Recht, dass ich für den Sommerpulli das lila/beige gemustertes Garn verwenden wollte und das ist schon ziemlich dünn. Wenn ich soweit bin, dass ich mich an das Garn heranwage, werde ich es wohl auf dem Doppelbett im Patent stricken. Vielleicht ergibt es dann ein schöneres Strickbild. Das andere dunkelblaue Garn habe ich vom Händler als dreifach Garn spulen lassen und es ist schon fast soe dick wie Sockenwolle. Dieses meinte wohl Marion.

Das war ein guter Tipp wie man den Nadelabstand messen kann. Ich habe die Bed.-Anleitung durchgesehen und sowas steht da natürlich nicht drin, aber die Möglichkeiten mit dem Versatzhebel und den verkreuzten Maschen sind beschrieben worden.

Ich habe meine Maschine von einer lieben Freundin aus Brandenburg bekommen und sie hat seinerzeit sehr viel damit gestrickt und die abenteuerlichsten Garne (wenn man diese als solche bezeichnen kann...) verwendet. Ihre Musterproben habe ich auch bekommen. Da waren ganz fiese Polyestergarne fast wie Bauschgarn, dünnere Teppichwebgarne, Perlgarne etc. Also die Maschine hatte schon einiges auf den Nadeln, aber noch kein so dünnes Garn. Dazu ist sie seit ca. 15 Jahren nicht mehr benutzt worden und ich musste sie erst mal reinigen, damit sie leichter geht.

Trotzdem bin ich froh, sie zu haben und werde alles daran setzen, damit sie zu alter Leistung wieder findet. :-))

Einen schönen Tag wünscht
Iwona

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Re: Hilfe...blutige Anfängerin

Beitrag von swiesin » 15.09.2013 10:19

Hallo habe gelesen das du eine privileg 200 besitzt.
Habe auch eine aber leider ohne Bedienungsanleitung. :roll:
Ich weiß nicht ob alle Teile vorhanden sind und ich weiß auch nicht wie sie funktioniert
Leider :cry: :cry:
Kann mir wer die Bedienungsanleitung mailen.
Bbbbbiiiiiiittttteeeee bin total verzweifelt
LG sandra

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